JIM-Studie 2005

Die Studie zeigt, dass die Altersbegrenzungen bei Computerspielen, wie sie das neue Jugendschutzgesetz vorsieht, im Alltag nur sehr begrenzt wirken. Über drei Viertel der jugendlichen Computerspieler bestätigen, dass die Altersgrenzen bei Computerspielen einfach zu umgehen sind. Dabei werden überwiegend der Freundeskreis aber auch der Handel als mögliche Bezugsquelle für Spiele genannt - Ladengeschäfte und Internethandel unterscheiden sich hierbei nicht. Etwa ein Drittel der PC-Spieler nennt die Schule als Tauschbörse und 18 Prozent glauben, sich altersbegrenzte Spiele über ihre Eltern besorgen zu können.

Der Anteil der regelmäßigen Internetnutzer hat 2005 noch einmal zugenommen. 70 Prozent der jugendlichen Internetnutzer sind täglich oder mehrmals pro Woche im Netz. Weiterhin große Bedeutung hat das Chatten. Etwa die Hälfte der Jugendlichen nutzt bereits diese direkte Kommunikation im Internet. Über eine dreiviertel Million Jugendliche (12 % der Internetnutzer) gehen täglich in einen Chat. Die intensive Nutzung von Chatrooms (mind. einmal pro Woche) ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (von 25 % auf 31 % der Internetnutzer). Hierbei ist ein überdurchschnittlicher Zuwachs bei den jüngsten und bei bildungsfernen Jugendlichen zu verzeichnen. Etwa ein Drittel der Chat-Nutzer hat Internetbekanntschaften auch schon im realen Leben getroffen. Diese Erfahrung haben bei den 12- bis 13-Jährigen bereits 20 Prozent gemacht, bei den 18- bis 19-Jährigen sind es mehr als doppelt so viel (45 %).

Weitere Ergebnisse der Studie sind der starke Anstieg der MP3-Player - inzwischen besitzen zwei Drittel der Jugendlichen einen eigenen Player - sowie die immer bessere Ausstattung der Jugendlichen mit modernen Handys. Beispielsweise können inzwischen 21 Prozent der jugendlichen Handybesitzer damit auch MP3-Dateien anhören.

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