Sonntag, 19.05.2013
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Schulen sollen den Umgang mit Computern anleiten. Hierfür sprachen sich 12- bis 17jährige bei einer Befragung im März 1997 aus, in der die Bedeutung von Computern sowie das Heranführen an Multimedia-Angebote im Mittelpunkt stand.

 

Bei Jugendlichen gehören Computer zur Alltagswelt. 46 Prozent der 800 Befragten aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beschäftigen sich mehrmals pro Woche damit. Weitere 20 Prozent sitzen einmal pro Woche am Computer - dann im Durchschnitt 120 bzw. 90 Minuten lang. Besonders bei Jungen stehen Computer hoch im Kurs - für 37 Prozent gilt er als liebste Freizeitbeschäftigung. Computerspiele dominieren (91 Prozent), die Hälfte der Befragten spielt mehrmals pro Woche. Neben Textverarbeitungs-, Mal- bzw. Grafikprogrammen stößt auch spezielle Lernsoftware auf großes Interesse. Mindestens jeder Vierte nutzt solche Angebote mehrmals pro Woche. Viele haben den Computer auch als Arbeits- bzw. Lernwerkzeug entdeckt. Der Anteil der Internetsurfer liegt bei 16 Prozent - wobei zwei Drittel als "Neueinsteiger" bezeichnet werden können - sie nutzen dieses Angebot weniger als ein Jahr (34 Prozent sogar weniger als 6 Monate).

 

Bei Fragen rund um den Computer suchen Jugendliche vor allem Rat bei Freunden (70 Prozent) oder Hilfestellungen im Programm. Aber auch Verwandte, Bekannte oder Lehrer sind potentielle Ansprechpartner für die Schüler.

 

Als Motive für die PC-Nutzung geben 71 Prozent an, daß Computer einfach Spaß machen soll. 56 Prozent machen gerne Computerspiele und 47 Prozent versprechen sich Vorteile in der Schule davon. Aber auch Langeweile und die Möglichkeit des Zeitvertreibs werden als Gründe genannt. Dabei werden Computer an verschiedenen Orten genutzt, überwiegend zuhause oder bei Freunden, aber auch in der Schule. Büchereien, Jugendeinrichtungen oder Internetcafés spielen als Nutzungsorte derzeit noch eine untergeordnete Rolle.

 

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest wurde bei dieser Untersuchung von der Stiftung Lesen in Mainz unterstützt.

 

 pdf-Download der Studie