Erfahrungen zeigen, dass gerade Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen oft nur geringe Zugangsmöglichkeiten zu medienpädagogischen Aktivitäten und Einrichtungen haben. Die Gründe hierfür liegen in einer immer stärker durchlässig werdenden Struktur der sozialen Schichten und in einer stark ausdifferenzierten Kinder- und Jugendphase.
Gerade im Bereich der neuen Medien oder der Nutzung von Informationssendungen im Fernsehen, werden die Bildungs- und Sozialunterschiede besonders deutlich. Für die Medienpädagogik bedeutet dies v.a., dass medienpädagogische Konzepte stärker ausdifferenziert und auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe abgestimmt werden müssen. Hinzu kommt weiterhin, dass eine ausreichende Reflexion darüber besteht, welche Erfahrungen mit medienpädagogischen Aktivitäten bei Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen vorliegen.
Die Studie beschreibt bisherige Erfahrungen medienpädagogischer Angebote mit Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Verhältnissen. Dafür wurden im Frühjahr 1998 von der Abteilung Medienpädagogik des Instituts für Erziehungswissenschaft der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg in Zusammenarbeit mit dem Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest knapp 70 Experten-Interviews durchgeführt.
Folgende Kriterien dienten dabei als Basis für die Auswahl der Expertinnen:
Der Leitfaden für die Interviews beinhaltete folgende Themen: