Dienstag, 31.05.2016

Seit 1998 führt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (LFK, LMK) gemeinsam mit der SWR-Medienforschung die JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi-)Media) als Langzeituntersuchung durch. Diese repräsentative Basisstudie zum Medienumgang der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland wird im Jahresturnus erhoben. Unter dem Namen „JIMplus“ werden ergänzende Informationen zur JIM-Studie publiziert.

 

JIMplus Nahaufnahmen 2011

Social Communities sind für Jugendliche ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens, wie ein Originalzitat eines 15-jährigen Mädchens zeigt: „Man bleibt auf dem aktuellen Stand über Dinge, die die Gegend, Schule und Freunde angehen“. Im Alltag der deutschen Jugendlichen sind soziale Netzwerke allgegenwärtig, dabei schätzen die 12- bis 19-Jährigen vor allem die Vielfältigkeit dieser Angebote „Es macht Spaß und man kann da auch Spiele spielen und chatten“ und die kommunikativen Elemente „Ich kann mit Leuten aus der ganzen Welt schreiben – man bleibt in Kontakt“. Dennoch haben die meisten Jugendlichen kein Problem damit, einen Tag auf ihre Community zu verzichten: „Ein Tag ohne Community ist kein Weltuntergang“ sagt zum Beispiel ein 19-jähriger Junge.

Neben dem Internet werden in den „JIMplus Nahaufnahmen 2011“ auch traditionelle Medien wie das Radio oder die Tageszeitung näher beleuchtet. Das Radio ist für viele Jugendliche ein wichtiger täglicher Begleiter: „Radio gehört zu meinem Alltag. Man kriegt immer die Neuigkeiten mit bzw. die Musik, die da läuft, ist auch gut und unterhaltend“. Die Tageszeitung wird für ihre Seriosität und Glaubwürdigkeit geschätzt: „Wenn die einmal gedruckt ist, kann man es nicht mehr ändern, also wird besser recherchiert“. „JIMplus Nahaufnahmen 2011“ ist eine qualitative Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (LFK, LMK), die in Zusammenarbeit mit der SWR-Medienforschung als qualitative Nachbefragung in Ergänzung zur JIM-Studie 2011 konzipiert wurde. 102 Befragte der JIM-Studie 2011 wurden einige Monate nach der Erstbefragung erneut telefonisch interviewt und zu Einstellungen und Hintergründen ihrer Mediennutzung befragt. In der Studiendokumentation werden ausgewählte Ergebnisse der JIM-Studie durch wörtliche Zitate untermauert, ergänzt und vertieft. Neben den Ansichten und Überzeugungen der befragten 12­- bis 19-Jährigen wird auch deren medialer Alltag anhand von selbsterstellten fotografischen Dokumentationen abgebildet.

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